Schulpolitische Schwerpunkte
Grundkompetenzen stärken
Ein Viertel der 15-Jährigen erfüllen die Minimalanforderungen in den Grundkompetenzen Lesen, Schreiben, Textverständnis und Rechnen nicht mehr. Dies sind aber zentrale Schlüsselkompetenzen im Alltag, für jede Ausbildung, für digitales Lernen, für einen bewussten Umgang mit neuen Technologien und KI. Grundkompetenzen sind auch DIE entscheidenden Voraussetzungen für berufliche Erfolge, ein selbständiges Erwachsenenleben, für Integration und demokratische Mitwirkung. Ich setze mich deshalb für alle Schulformate ein, die diese Grundkompetenzen prioritär vermitteln, fördern, trainieren und einfordern.
Integration ja, aber nicht um jeden Preis
Die integrative Schule soll allen Kindern in Regelklassen gerecht werden. Dafür investiert sie erhebliche Ressourcen in Sondersettings für Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Wo sich aber Mittel und Aufmerksamkeit nur noch auf einzelne Kinder konzentrieren, kommen andere Schüler:innen oft zu kurz und Lehrkapazitäten an ihre Grenzen. Nicht selten sind auch lernfreudige Kinder und Jugendliche mit selbstorganisiertem Lernen in unruhigen Klassenverbänden überfordert. Der Druck im ganzen System wächst, Burnout- und Fluktuationsraten auch. Flexible Lernformen und -räume sollten deshalb jederzeit unkompliziert möglich sein, auch bedürfnisspezifischer Unterricht in separaten Räumen und Gruppen: das System würde entlastet, sonderpädagogische Unterstützung käme gleichzeitig mehreren Kindern zugute und auch starke Schüler:innen könnten niveaugerecht gefördert werden. Ich unterstütze deshalb alle innovativen Schulformate, in denen Ressourcen effizient zugunsten möglichst vieler Kinder eingesetzt, Potenziale erkannt und Lernfreude und Leistung den individuellen Möglichkeiten entsprechend gefördert werden.
Deutsch & Kultur früher schulen
Die Weichen für Schulerfolg und Chancengerechtigkeit werden schon weit vor Erreichen des Schulalters gestellt. Mangelnde Kultur- und Sprachkenntnisse sind entscheidende Startnachteile. Kinder fremder Muttersprache sollten daher vor Eintritt in den Kindergarten soweit Deutsch lernen, dass sie sich mit anderen verständigen und sich in eine Gruppe integrieren können. Damit Eltern anderen Kulturen ihre Kinder auf ihrem Schul- und Ausbildungsweg besser unterstützen können, sollten auch für sie Deutsch- und Kulturkurse sowie Informationsveranstaltungen zu unserem Bildungssystem obligatorisch sein.
Vorbereitung auf die Arbeitswelt
In jeder Ausbildung, in jedem Lehrbetrieb werden junge Menschen mit hohen Leistungsanforderungen, Wettbewerb, auch mit Kritik und Misserfolgen konfrontiert. Was die einen motiviert und anspornt, macht den anderen Angst. Wie neuste Studien belegen, sind immer mehr Jugendliche psychisch belastet, leiden an mangelndem Selbst- und Grundvertrauen. Gemeinsam können Schule, Eltern und Ausbildungsverantwortliche dazu beitragen, Jugendliche auf reale Verhältnisse vorzubereiten, sie in ihrer Entwicklung stärken und ihnen auch Strategien vermitteln, wie sie Herausforderungen und auch allfällige Frustmomente gut bewältigen und daran wachsen können.
Mit meinem breiten Netzwerk in verschiedensten Wirtschaftszweigen und KMU werde ich mich als Mitglied der Schulpflege für regelmässigen Austausch und eine gute Zusammenarbeit zwischen Lehrpersonen, Erziehungsberechtigten und Ausbildungsverantwortlichen einsetzen, um den Schulabgänger:innen den Einstieg ins Berufsleben möglichst leicht zu machen.
Digitalisierung und Bildung
Was braucht Bildung wirklich, um Kinder stark und medienkompetent zu machen? Wie nutzen wir die Chancen digitaler Möglichkeiten, ohne unter die Räder ihrer Risiken zu geraten? Diese Fragen werden aktuell heiss diskutiert. Wenn in der sensiblen Kleinkinder-Phase Bildschirme Beziehung, Sprache und echte Sinneserfahrungen ersetzen, sind Entwicklungseinbrüche mit verzögerter Sprachentwicklung, verminderter Aufmerksamkeit, Motorik und reduziertem sozialen Verhalten die Folge (sog. „virtueller Autismus“). Darin sind sich Wissenschaft und Fachprofis weitgehend einig. Die Warnungen vor zu exzessiver Mediennutzung sind entsprechend laut. Auf der anderen Seite halten Tablets, cloudbasierte Lernplattformen, digitale und KI-gestützte Lernmethoden immer früher Einzug in den Schulalltag.
Wissenschaft, Fachpersonen und Schulbehörde müssen Strategien entwickeln, wie die Lern- und Entwicklungsprozesse in der Schulpraxis durch neue Technologien (und fundierte Digitalkompetenz der Pädagog:innen) gezielt und dosiert unterstützt werden können. Behörden und Schulleitungen sind aber auch in der Verantwortung, Massnahmen zu treffen zur Verhinderung erkannter Risiken und diese konsequent durchzusetzen. Gern werde ich als Mitglied der Schulpflege dies aktiv unterstützen.
Schulabsentismus als Alarmsignal
Wie Fehlzeiten am Arbeitsplatz, haben auch Schulabsenzen oft multiple Ursachen: Über- oder Unterforderung, Mobbing, Konflikte in der Klasse, mit Lehrpersonen oder zuhause, Gewalterfahrungen, Liebeskummer oder eine Kombination verschiedenster Faktoren, die letztlich zu ernsthaften psychischen Problemen führen können: Schulverweigerung ist ein Alarmzeichen, das eine rasche, systemische Ursachenanalyse und koordinierte Unterstützung von Eltern, Schulleitung, (Sonder- und Heil-)Pädagogen, Schulsozialarbeitenden, Psychologen und Ärzten verlangt, um betroffenen Kindern und Jugendlichen den Weg zurück in die Schule und zu persönlicher Stärke zu ebnen.
Mit meiner langjährigen Erfahrung mit betrieblichem Absenzen- & Gesundheitsmanagement möchte ich als Schulpflegerin im Umfeld der Kinder das Verständnis für vielschichtige Einflussfaktoren fördern, Lehrpersonen und Angehörige für frühe Anzeichen sensibilisieren und je nach Situation auch geeignete Partner involvieren.
Pragmatismus statt Bürokratie
Das Zusammenspiel der verschiedenen politischen, (sonder)pädagogischen, diagnostischen und administrativen Ebenen und Fachstellen im Schulwesen ist komplex. Es wird erschwert durch langwierige Prozesse und viiiiel Bürokratie und Formalismus. Ich setze mich für schlanke Strukturen und kurze Entscheidungswege ein: Damit Schulen pragmatisch, effizient und selbstbestimmt vorwärtsmachen und ihre Zeit und Ressourcen für pädagogisch wertvolle Arbeit einsetzen können.
Meine Smartspider-Themen
BILDUNG: Top-Niveau halten
Die Schweiz hat keine Rohstoffe, dafür ein weltweit einzigartiges duales Bildungssystem, das auf einer hochstehenden Volksschule aufbauen kann. Jede Investition in unsere Schulen, Hochschulen und Ausbildungsstätten werden sich lohnen! Damit wir unser «Kapital» Bildung auf hohem Niveau halten können und die Schweiz die Rangliste der innovativsten Nationen weiterhin anführen kann.
SOZIALSTAAT: Anreiz statt Abhängigkeit schaffen
Der Sozialstaat soll eingreifen, wo wirklich Unterstützung nötig ist. In erster Linie soll er aber Hilfe zur Selbsthilfe leisten und Anreize für eigenständige, unabhängige Existenzen schaffen. Damit sich Arbeit lohnt und möglichst wenig Abhängigkeit entsteht.
FINANZEN: gezielter Einsatz der Mittel
Ein haushälterischer Umgang mit Steuergeldern, Besinnung aufs Wesentliche und Nützliche für möglichst Viele, statt Schuldenwirtschaft und Finanzierung von Randinteressen und sekundären Wünschbarkeiten: gerade in instabilen Zeiten Gebot der Stunde. Für Sicherheit und Wohl unseres Landes und seiner Bevölkerung.
WIRTSCHAFT: für attraktive Arbeitsplätze
eine florierende Wirtschaft bildet die Grundlage unseres Wohlstands und bietet attraktive Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Ich setze mich für liberale wirtschaftliche Rahmenbedingungen und gegen Überregulierungen ein – damit unsere KMU stark bleiben, wachsen und Arbeitsplätze schaffen können.
